Open Studio in The Booth

Begegnungen, Gespräche und künstlerischer Austausch

Open Studio in „The Booth“

Gleich zu Beginn meines Aufenthalts entschied ich mich, das Studio für Besucher zu öffnen. Der Auslöser war eine spontane Begegnung. Eine lokale Gruppe machte gerade eine Infotour durch Scalloway und blieb oben an der Straße am Eingangstor stehen, um hinunter zu The Booth zu schauen. In meiner Freude und Spontanität lud ich sie kurzerhand ein, direkt ins Atelier zu kommen. Es wurde ein fröhlicher und lebendiger Nachmittag, wir alle hatten große Freude an diesem unerwarteten Treffen und zwei Besucherinnen nahmen sogar kleine Kunstwerke mit nach Hause. Diese Erfahrung inspirierte mich, am nächsten Tag ein Schild an der Straße aufzustellen und das Atelier offiziell zu öffnen.

Von da an kamen immer wieder Menschen vorbei. Besucher:innen  aus den USA, Italien, Belgien, England, aber auch Einheimische. Es entstanden viele interessierte und bereichernde Gespräche. Der Austausch war nicht nur in Bezug auf meine Kunst inspirierend, sondern auch auf einer persönlichen Ebene wertvoll.

In der dritten Woche jedoch entschied ich, das Atelier vorerst zu schließen, da mich die Besuche zu sehr von meiner eigenen Arbeit abhielten. Für den 23. Juli lud ich andere Künstler:innen zu einem Besuch um 18 Uhr ein. Die Einladung erfolgte über eine lokale Künstler:innen Facebookgruppe und die Resonanz war herzlich. Mehrere meldeten sich für diesen Termin an.

An diesem Mittwoch kamen fünf sympathische Künstlerinnen und Künstler. Wir sprachen über Materialien und ich zeigte ihnen die Farbwirkung von Aquarylic, die großes Interesse weckte. Wir tauschten Ideen, Informationen und Kontaktdaten aus. Es war ein inspirierender Abend, der mir für den gesamten Aufenthalt positives Feedback gab.

Besonders prägend war die Begegnung mit Roxane Permar, Dozentin im Fachbereich Kunst an der University of the Highlands, Standort Shetland. Wir unterhielten uns an diesem Abend so lange, dass wir uns gleich für den darauffolgenden Freitag im The Booth verabredeten. Roxane brachte ihre Kollegin Kristi Tait mit und wir verbrachten bei Kaffee, Tee und Keksen drei intensive Stunden im Gespräch. Wir sprachen über Kunst, Shetland, unsere Heimatorte und Weiterbildungsmöglichkeiten.

Nach diesem Treffen stand für mich fest, dass mein nächstes Projekt ein Semesterstudium im Bereich Fine Art an der University of the Highlands werden soll. Der Zeitpunkt ist noch offen, aber der Entschluss ist gefasst.

Insgesamt war das Open Studio eine wunderbare Erfahrung. Eine bereichernde Abwechslung und ein lebendiger Austausch mit interessierten Menschen. Für mich war es ein voller Erfolg.